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Preis der Fachgruppe

Preis der Fachgruppe Frauen und Informatik 2025

Women Informatics Thesis Award (WITA) 2025

Sarah Gerner erhielt einen Preis für ihre herausragende Bachelorarbeit

"Final Productive Fitness in Evolutionary Algorithms and its Approximation via Neural Network Surrogates"

Die Bachelorarbeit von Sarah Gerner betrifft das Gebiet der Optimierung mittels evolutionärer Algorithmen. Ein typisches Optimierungsgebiet stellt das Lösen des Traveling-Salesman-Problems zum Auffinden einer optimalen Route zwischen mehreren Städten dar. Die Eignung von Lösungen wird mittels einer Fitnessfunktion bewertet. In der Bachelorarbeit wurde erstmals eine a-posteriori Näherung der schwer zu berechnenden finalen produktiven Fitnessfunktion mittels eines neuronalen Netz-Surrogates erstellt.  Lösungslandschaften und Berechnungen vereinfachten sich damit.

Eva Dengler erhielt den Preis WITA 2025 für die beste Masterarbeit:
"Clock-Tree–Aware Resource-Consumption Models for Embedded SoC Platforms"
In ihrer Arbeit hat sich Eva Dengler mit der Optimierung des Energiebedarfs von ressourcenbeschränkten eingebetteten Echtzeitsystemen befasst. Solche Systeme, bei denen sowohl Zeit- als auch Energieeinschränkungen eingehalten werden müssen, sind z.B. Herzschrittmacher. Frau Dengler hat in ihrer Arbeit ein mathematisches Modell zur optimalen Nutzung von Ressourcen vorgestellt und mit einer Open-Source Implementierung die Nutzbarkeit des Modells nachgewiesen. Ergebnisse der Arbeit konnten bereits auf renommierten wissenschaftlichen Konferenzen veröffentlicht werden. Hervorzuheben ist auch Frau Denglers Fähigkeit äußerst komplexe Zusammenhänge einfach und anschaulich darzustellen.

Maja Dornbusch erhielt einen Sonderpreis für eine Arbeit von hoher gesellschaftlicher Relevanz in der Informatik für ihre herausragende Bachelorarbeit:

"Über Fehlermeldungen hinaus: Einblicke in den Zusammenhang zwischen Sense of Belonging und  Herausforderungen beim Programmieren"

Mit ihrer Bachelorarbeit untersucht Maja Dornbusch, wie das individuelle Zugehörigkeitsgefühl von Programmierer:innen durch Fehlermeldungen beeinflusst wird. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es auf die inklusive Gestaltung von Fehlermeldungen ankommt, damit diese von Lernenden - unabhängig von Hintergrund und Erfahrungsstand - motivierend und als Chancen für die Entwicklung von Programmierkompetenzen wahrgenommen werden können. Für ihre Untersuchung hat Maja Dornbusch ein anspruchsvolles qualitatives Studiendesign entwickelt, das auch auf größere Forschungskontexte übertragbar ist. Ihre Arbeit ist von besonderer gesellschaftlicher Relevanz, da sie Ansätze aufzeigt, die Informatikausbildung inklusiver und zugänglicher zu gestalten.

Anita Susann Krüger erhielt den Sonderpreis für eine Arbeit von hoher gesellschaftlicher Relevanz in der Informatik für ihre herausragende Masterarbeit:

"Entwicklung und Evaluation eines interaktiven multimedialen Lernspiels zur altersübergreifenden Förderung digitaler Souveränität

In ihrer Masterarbeit entwickelt Anita Susann Krüger ein interaktives multimediales Lernspiel zur altersübergreifenden Vermittlung grundlegender Kompetenzen der digitalen Souveränität, in dem auch bedeutende Informatikerinnen und ihre Beiträge zur Informatik präsentiert werden. Sie setzt ihre auf dem Konzept von Escape Rooms basierende originelle Spielidee in einer mediendidaktisch geschickten Kombination aus analogen und digitalen Komponenten um. Die Evaluation zeigt, dass das interaktiv - explorierende Spiel für verschiedene Altersgruppen ansprechend ist. Sowohl die Lerninhalte als auch die praktischen Einsatzmöglichkeiten des Escape-Games in der schulischen und außerschulischen Bildung sind von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

Jury

Die Jury setzt sich zusammen aus den folgenden Frauen der Fachgruppe Frauen und 
Informatik. Dabei wurde bei der Auswahl darauf geachtet, dass sowohl Professorinnen, als 
auch Vertreterinnen aus IT-Unternehmen vertreten sind:
- Prof. Dr.  Katharina Best, Hochschule Hamm-Lippstadt 
- Prof. Dr. Ulrike Erb 
- Prof. Dr. Dorothee Feldmüller, Hochschule Bochum 
- Phöbe Günzler, Finanz Informatik Technologie Service 
- Christine Hennig, Fraunhofer FOKUS 
- Prof. Dr. Selcan Ipek-Ugay, Berliner Hochschule für Technik
- Edna Kropp, vier.ai 
- Sabine Kruspig, Patentanwältin; Schwarz & Kollegen 
- Prof. Dr. Ulrike Lechner, Universität der Bundeswehr München 
- Dr. Friederike Nickl 
- Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier 
- Prof. Dr. Kerstin Schneider, Hochschule Harz 
- Prof. Dr. Karin Vosseberg, Hochschule Bremerhaven 


Informationen zum Ausschreibungsverfahren und den Auswahlkriterien finden sich hier.

Weitere Fragen zum Women Informatics Thesis Award (WITA) können gerichtet werden an die E-Mail-Adresse studi-preis@frauen-informatik.de


 


Preisträgerinnen 2023

Die Preisträgerinnen mit Ulrike Lucke (Vizepräsidentin der GI, links im Bild) und Edna Kropp (Sprecherin der Fachgruppe, rechts)

Clara Kümpel (Mitte) erhielt einen Preis für ihre Bachelorarbeit

„Parameter Inference in Neuronal Network Models of Learning via Conditional Regularized Generative Adversarial Networks“

Auszug aus der Urkunde:

Die Bachelorarbeit von Clara Kümpel ist in ein größeres Forschungs-Projekt aus dem Gebiet Computational Neuroscience eingebettet. Mit CN wird, vereinfacht ausgedrückt, erforscht wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden. Zunächst stellt Frau Kümpel die für dieses Gebiet relevanten Modelle vor. Danach erklärt sie das in dieser Arbeit verwendete einfache, nur aus zwei Zellen bestehende Morris-Lecar Modell, sowie dessen Implementierung und die verwendeten Parameter. Da es unmöglich ist, ein Modell für sämtliche Parameterkombinationen zu erstellen, wird hier ein inverser Ansatz verfolgt. Die Ergebnisse zeigen, dass mit einem Conditional Generative Adversarial Network Parameter Inferenz auf das Modell grundsätzlich angewendet werden kann.

Henriette Hofmeier (rechts) erhielt den Preis für ihre Masterarbeit

„Dynamic Reconfiguration of Hardware-Vulnerability Mitigations in the Linux Kernel“

Auszug aus der Urkunde:

Im Rahmen ihrer Arbeit hat Henriette Hofmeier Verfahren zur dynamischen Rekonfiguration von Schutzmechanismen gegen Hardware-Schwachstellen im Linux-Kernel entwickelt. Sie hat messbar gezeigt, dass damit die Leistung und Energieeffizienz des Systems deutlich optimiert werden kann. Mit diesem innovativen Ansatz hat sie eine Fragestellung von hoher Relevanz in der Entwicklung nachhaltiger IT-Systeme verfolgt. Die Ergebnisse ihrer Masterarbeit haben bereits anerkennende Beachtung in der Forschung energieeffizienter Betriebssysteme gefunden.

Angelie Kraft (links) erhielt den Sonderpreis der Fachgruppe Frauen und Informatik 2023 für eine Arbeit von hoher gesellschaftlicher Relevanz in der Informatik für ihre Masterarbeit: „Triggering Models: Measuring and Mitigating Bias in German Language Generation“

Auszug auf der Urkunde:

In ihrer Masterarbeit untersuchte Angelie Kraft das Problem von Bias in sehr großen Sprachmodellen wie GPT-2 oder GPT-3 für die Generierung deutschsprachiger Texte. Dies ist gesellschaftlich äußerst relevant, da mit derartigen Sprachmodellen heute sehr viele Texte generiert werden. Enthalten die generierten Texte aus dem Internet erlernte Vorurteile oder Stereotype, werden damit die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft verstärkt. In ihrer Arbeit entwickelte Frau Kraft einen Klassifizierer für die Regard-Valenz, um von Sprachmodellen generierte deutsche Sätze zu annotieren. Damit wurde beurteilt, ob Sätze, die weibliche Subjekte charakterisieren, andere Valenzen aufweisen als solche, die männliche Subjekte betreffen. Mithilfe des entwickelten Regard-Klassifizierers konnte Angelie Kraft zeigen, dass GPT-2 und GPT-3 auch im Deutschen Geschlechtsvorurteile reproduzieren.


Die Jury setzte sich zusammen aus den folgenden Frauen der Fachgruppe Frauen und Informatik. Dabei wurde bei der Auswahl darauf geachtet, dass sowohl Professorinnen, als auch Vertreterinnen aus IT-Unternehmen vertreten sind:
- Prof. Dr. Katharina Best, Hochschule Hamm-Lippstadt
- Prof. Dr. Ulrike Erb, Hochschule Bremerhaven
- Phöbe Günzler, Finanz Informatik Technologie Service
- Christine Hennig, Fraunhofer FOKUS
- Prof. Dr. Selcan Ipek-Ugay, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
- Edna Kropp, LivePerson Germany GmbH
- Sabine Kruspig, Patentanwältin; Schwarz & Kollegen
- Prof. Dr. Claudia Müller-Birn, Freie Universität Berlin
- Dr. Friederike Nickl, Fachgruppe Frauen und Informatik
- Prof. Dr. Gudrun Schiedermeier, Hochschule Landshut
- Prof. Dr. Kerstin Schneider, Hochschule Harz
- Prof. Dr. Karin Vosseberg, Hochschule Bremerhaven


Preisträgerinnen 2021

Judith Hemp wurde der Preis der Fachgruppe für eine herausragende Masterarbeit verliehen für ihre Arbeit mit dem Titel "Analysis and Prediction of Execution Time and Power Demand of Artificial Neural Network Inferences on a Tensor Processing Unit" die sie an der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erstellt hat.

Jana Eisoldt wurde der Preis der Fachgruppe für eine herausragende Bachelorarbeit verliehen für ihre Arbeit mit dem Titel "Secure IoT Device Commissioning" die sie an der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erstellt hat.

 


Preisträgerinnen 2019

Mariam Nassar

A Machine Learning approach to identify White Blood Cells (Masterarbeit)

Tina Schönborn

Sentiment Analysis politischer Tweets (Bachelorarbeit)